Die Tempel von Bagan – in einem Atemzug zu nennen mit Angkor Wat, der Chinesischen Mauer und den Pyramiden von Gizeh

Hallo Ihr Lieben,

unsere Reise durch Myanmar führte uns nach Mandalay zu den Tempel und Stupas von Bagan. Kurz zusammengefasst: „Wahnsinn“. Wie schön und besser noch, die paar Touristen, die dort unterwegs sind, verlaufen sich in dem riesigen Areal. Mit dem E-Bike sind wir tagelang einfach nur umhergetuckert und haben die Tempel und Stupas bewundert. Es sind so viele und immer wenn man denkt „jetzt haben wir genug gesehen“, steht man unverhofft neben dem nächsten außergewöhnlichen Bau und sagt „bboooah“.

Mit dem Essen mussten wir uns schon etwas vorsehen, ist Myanmar doch ein sehr rudimentäres Land, wo Hygiene und Wasserqualität nicht immer die erste Geige spielen (schaut Euch mal das Foto mit der Badewanne an :-)). Wieder einmal waren wir begeistert von den netten Einheimischen – wir fühlten uns sehr wohl. Gewöhnungsbedürftig ist jedoch das allmorgendliche Ritual des Almosensammelns der Mönche, das in Bagan begleitet wird von ohrenbetäubenden Gedudel (die „Musik“, die dort per Lautsprecher in den Ort übertragen wird, grenzt an Psychoterror). An Ausschlafen war da überhaupt nicht zu denken. Wenn der Morgen graute war die Zeit zum Aufwachen zwangsläufig gekommen (dann graute uns:-)). Frühes Aufstehen hat natürlich auch seine Vorteile…

Viel Spaß mit den Fotos und beste Grüße,
Carsten

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Myanmar – unsere Zeitreise 100 Jahre in die Vergangenheit beginnt in Mandalay

„Mingalaba“ zusammen,

seit Mitte Januar sind wir auf der Pirsch in Myanmar (oder Birma oder Burma, zum Namen des Landes gibt verschiedene Sichtweisen…). Myanmar hat – nach Jahrzehnten von Unruhen und Militärdiktatur – seit 2011 einen Weg der Demokratisierung eingeschlagen. Daher können Touristen nun recht unkompliziert ins Land einreisen. Es war uns schon bewusst, dass wir dort keine Moderne vorfinden würden. Dennoch sind wir überrascht, dass wir nach nunmehr circa drei Wochen noch keine Fabrik, kein Kraftwerk, keine westlichen Ketten a la McDonalds, keine Hochhäuser oder sonstige Hinweise auf Industrialisierung finden konnten. Ein Bauernstaat in einer recht puren Form. Der Tourismus ist das einzige sichtbare Signal für eine sich verändernde Zeit. Das spielt in der Gesamtbetrachtung aber gar keine große Rolle, da sich die touristischen Aktivitäten sehr auf einzelne Spots konzentrieren. Ideal für uns, die ja etwas mehr Zeit haben, um mal hinter die Kulissen zu schauen und fernab von den touristischen Sehenswürdigkeiten zu forschen.

Unsere erste Station in Myanmar war „Mandalay“. Mandalay, als die zweitgrößte Stadt des Landes (1,6 Mio. Einwohner), gelegen am Fluss „Irrawaddy“, war für uns ganz toll, auch wenn die erhebliche Armut es zuweilen schwierig machte, sich an den schönen Dingen zu erfreuen. Das Gefühl, das wir hatten, lässt sich umschreiben als „Zentralafrika in Asien“, und das merklich buddhistisch geprägt. Die Einheimischen sind sehr aufgeschlossen und total nett. Kontakt ist schnell hergestellt, denn wir – als „Weiße“ – sind wieder die bunten Hunde. Die Menschen sind sehr interessiert an uns, da sie so lange von der Außenwelt abgeschottet waren. Mandalay hat – neben seinen schönen touristischen Attraktionen – viel zu bieten, insbesondere wenn man Interesse daran hat, auch mal unter die Grasnarbe dieses im Grunde sehr jungen Staates zu blicken. Stupas haben wir in Mandalay auch schon „mehr als eine“ gesehen. Wie immer sind wir viel zu Fuß unterwegs, aber auch per Moped-Taxi (mal was anderes…). Wenn wir abends von unseren Exkursionen in und um Mandalay zurückkommen, waren wir immer ordentlich verstaubt, denn die Straßen sind oft nicht befestigt. Das sind mehr so „Schotter- oder Erdbahnen“ und es staubt den ganzen Tag so vor sich hin.

Die vielen herrenlosen Hunde in den Straßen fallen gleich auf. Sie freuen sich alle sehr, wenn sie von uns Mega-Streicheleinheiten bekommen (:-)) – denn das kennen sie meist gar nicht. Betelnuss ist der Ersatz für Kaugummi und das Nationalgericht heißt „Mohinga“ (Nudeln mit leckerer scharfer Soße und Fischsuppe … die dann aber nicht für Carsten…). Man bekommt sie zum Frühstück. Alles weitere wie immer per Foto (plus weitere Infos, die Ihr in den Kommentaren zu jedem Bild findet).

Viel Spaß bei den spannenden Bildern aus einem Land der ganz anderen Art.

Es grüßen,
Heike und Carsten

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Weihnachten und Sylvester auf Phuket bei 30°C – Sabine, Heike, Peter, Joel und Carsten feiern und genießen den „Sommer“

Hallo zusammen,

das neue Jahr ist zwar schon fast drei Wochen alt, dennoch
wünschen wir Euch das Beste zum Neuen Jahr 2015!

Weihnachten und Sylvester sind diesmal anders für uns ausgefallen als gewöhnlich: Bei 30°C und Sonnenschein ist es übrigens schwer, Weihnachtsstimmung zu entfachen. Glücklicherweise hatten wir mit Sabine, Peter und Joel für fast drei Wochen Besuch aus Deutschland. So haben wir uns eine schöne Zeit gegönnt und vor allem ein besonderes Sylvester gefeiert, am Strand von Kamala. Das war eine wirklich ganz tolle und unerwartet stimmungsvolle Sache. Viele Mitfeiernde (aber nicht zu viele), passende Musik, Feuerwerk und ewig viele „thailändische“ Laternen, die in den Himmel stiegen.

Insgesamt war die Zeit auf Phuket gewissermaßen ein „Urlaub von der Weltreise“. Wir haben es gemeinsam ruhig angehen lassen und auch mal Zeit am Pool oder am Strand verbracht. Kamala ist ein beschauliches Örtchen auf Phuket, das insgesamt betrachten doch recht stark in den Fängen des Tourismus ist. Sehr viel vom eigentlichen Thailand ist nicht mehr zu finden, es ist dennoch ein nettes Fleckchen für einen Urlaub. In der Anlage, in der wir wohnten, waren (übrigens auch repräsentativ für gesamt Phuket) wohl ¾ Russen als Gäste eingebucht. Anders als erwartet konnten wir bei der Gelegenheit nicht viel über Thailand(länder) in Erfahrung bringen, aber einiges über unsere russischen Nachbarn: Z.B. waren wir doch erst sehr verdutzt, dass „die uns einfach nicht grüßen wollten sondern eher stur geradeaus schauten“. Das hat uns schon etwas gewurmt und wir wollten es schon auf die weltpolitische Großwetterlage schieben. Aber weit gefehlt (wieder einmal), wir lernten, dass sich Russen, die sich nicht kennen, nicht grüßen. Diese Höflichkeitsform verkneift man sich, da man „sich entweder kennt und grüßt oder eben nicht – es gibt da keine halben Sachen“. Nun gut, man muss das als Verständnis ja nicht teilen, zumindest hat es aber eine gewisse nachvollziehbare Stringenz… Und trotzdem, nach dem man sich etwas kennengelernt hat, wurden wir später dann auch gegrüßt 😉 Wir hatten eine gute Zeit auf Phuket, wie immer verraten die Bilder aber noch etwas mehr.

Viele Grüße senden,
Heike & Carsten

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Viele Weihnachtsgrüße und beste Wünsche für das Neue Jahr 2015

Hallo Ihr Lieben,

frohe Weihnachten

Euch allen wünschen wir frohe Weihnachten & einen guten Rutsch ins Jahr 2015

Weihnachten steht vor der Tür und für uns geht ein ganz besonderes Jahr zu Ende: Haus vermietet, Haustiere untergebracht, Jobs an den Nagel gehängt und auf große Reise gegangen. Das war alles sehr spannend und wir freuen uns sehr, dass bisher alles so gut geklappt hat.

Etwas drollig ist allerdings, bei 30°C Weihnachten zu feiern, ohne Schnee, ohne Weihnachtsbaum und ohne Familie & Freunde (bis auf Sabine, Peter und Joel, die uns übermorgen besuchen kommen). Es warten weder der Weihnachtsmarkt in Düsseldorf, noch ein Kaminfeuer und „Pippo“ in Kassel noch die Weihnachtsgans und schlesischen Würstchen in Göttingen auf uns. Auch auf die netten Weihnachtsfeiern und –events mit den Kolleginnen und Kollegen in Düsseldorf müssen wir leider verzichten. Nun gut, man kann nicht alles haben 😉

Wir wünschen Euch und Euren Familien alles Liebe und Gute zu Weihnachten und für das Neue Jahr 2015! Wir freuen uns sehr, dass Ihr uns so regelmäßig auf unserer Reise begleitet. Bald 40.000 Seiten-/Bilder-Aufrufe in unserem Reiseblog von 93 registrierten Followern (und es sind noch einige mehr, die nicht registriert sind) – das ist doch was! Ganz herzlichen Dank dafür! … und wir freuen uns über jeden neuen Gast auf der Website 🙂

Mit den besten Weihnachts-Grüßen aus Phuket / Thailand von
Heike & Carsten

P.S. einen haben wir noch auf Lager…

… „das war Chinesisch„, wie man bei der Sendung mit der Maus gesagt hätte 🙂

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Fehleingeschätztes Kambodscha – gut, dass wir uns das selbst kurz anschauen durften

Hallo Ihr Lieben,

Kambodscha ist sicherlich ein Land, das man vom Namen her kennt, vielleicht auch, wo es ungefähr in Asien liegt (nämlich in der Ecke Thailand – Laos – Vietnam). Meist ist vor allem aber bekannt, dass sich dort die Tempelanlagen von „Angkor Wat“ befinden. Mir ging es im Grunde so, dass ich sonst nicht viel wusste außer, dass Kambodscha ein armes Land ist und es dort noch sehr viele Landminen aus dem Vietnamkrieg gibt. Die Berichterstattung in den Medien aus der (Bürger)kriegszeit und der Diktaturzeit um die Roten Khmer (Pol Pot) und die Besetzung durch Vietnam, die bis in die 90er Jahre reinragt, beeinflusste wohl meine Wahrnehmung. Bei mir blieb ein unspezifisches Gefühl hängen, dass Kambodscha irgendwie „gefährlich“ und rückständig ist. Wie gesagt, Unwissenheit war hier der Vater vom komischen unguten Gefühl in der Magengegend.

Doch weit (!) gefehlt! Wie gut, dass wir fast gezwungenermaßen sechs Tage in Kambodscha verbringen „mussten“. Es galt, eine Überbrückung zu finden zwischen dem Ende unseres Laos-Trips und dem Beginn unseres Aufenthalts auf Phuket. Da drängte sich ein Besuch von Angkor Wat quasi auf. Sechs Tage machen uns zweifelsohne nicht zu Experten und Landes-Verstehern, wir konnten uns aber dennoch eine gute erste Meinung bilden.

Dass die riesigen Tempelanlagen um Angkor Wat sehr bemerkenswert sind, hatten wir erwartet. Darüber muss ich sicherlich gar nicht viel schreiben – die Fotos sprechen da für sich. Viel aufregender als das war die Erkenntnis, wie nett, wohlwollend und bemüht die Kambodschaner sind. So (aufrichtig) nett! Die Kambodschaner erscheinen wirklich angenehm im Umgang zu sein, gemischt mit dem ernsthaften Bemühen, dabei auch vorankommen zu wollen, als Person und auch als Land. Sie versuchen, die Geschicke zu verbessern, dabei aber auch das Gute der asiatischen Mentalität in Kambodscha zu bewahren.

Es gibt noch sehr viel zu tun in diesem Land, kein Wunder: Noch zu wenig Zeit ist vergangen nach den Kriegen, dem Terror durch Diktatoren, der Besatzungszeit usw. Für die kurze Zeit jedoch, in der das Land sich überhaupt entfalten konnte, hat sich schon einiges getan. Das Land (zumindest können wir das für Siem Reap mutmaßen) fühlt sich lebendig an, auch wenn man die merkliche Armut nicht schönreden darf. Vielleicht haben die Kambodschaner den goldenen Mittelweg der Asiaten gefunden: Sie geben sich nicht mit Sticky Rice zufrieden (siehe „Stick Rice Theory“ aus Laos). Das Ergebnis ist, dass man versucht, Dinge zu klären und zu regeln, dass überall geschafft wird und dass man sich ernsthaft bemüht. Auch mit dem Nichtwissen gehen die „Khmer“ (so nennen sich die Kambodschaner meist) hilfreich um. Fragt man etwas, dass das Gegenüber nicht weiß, wird erst mal gelächelt. Man kommt aber nicht aus Verlegenheit irgendeine (dann unzutreffende) Aussage. Anders als wir es in anderen asiatischen Ländern erlebt haben, wird dann jemanden gesucht, der die Antwort kennt. Mit dem „Gesichtverlieren“ wird hier anders – aus unserer Perspektive hilfreich – umgegangen.

Unsicher oder gefährlich ist es hier überhaupt nicht. Auch diesbezüglich lag ich falsch. Wir können uns genauso unbeschwert bewegen, wie auch in Thailand, China und Laos. Das ist wirklich sehr schön. Nun gut, Ausnahme ist, dass wir keine Exkursionen „in den Busch“ unternehmen können. Man muss tatsächlich auch hier Sorge haben, dass man über einen „Bommy“ (Landmine) stolpert, den hässlichen Geschenken der US Amerikaner aus dem Vietnamkrieg. Die hatten wir ja auch schon in Laos kennenlernen dürfen…

Siem Reap selbst, die Stadt in Kambodscha, von wo aus man die Tempelanlagen von und um Angkor Wat herum erreichen kann, ist sehr viel schöner als erwartet. Wir dachten, hier Bettenburgen zu finden für all die Besucher, die sich Angkor Wat ansehen wollen (meist als 3tägigen Kurztrip). Man hat es geschafft – trotz zahlreicher Touristen – eine ganz angenehme Atmosphäre ohne allzuviel Retorten-Touristenkram hinzubekommen. Es bleibt in den meisten Ecken der Stadt ein Rest einer individuellen kambodschanischen Atmosphäre. Uns gefällt es richtig gut. Wir sind sogar in Versuchung, unsere Reisepläne für das Frühjahr etwas umzugestalten und noch mehr von Kambodscha kennenzulernen. Mal sehen…

Also, auch Kambodscha ist eine klare Empfehlung für einen Urlaub!

Es grüßt Euch, auch im Namen von Heike,
Carsten

P.S. und natürlich gibt es Fotos:
zu den Tempel-Anlagen von und um Angkor Wat herum
zu unserem „kambodschanischen Esstisch

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