Am Anfang stand – eine Idee, oder war es ein doch eher ein völlig unrealistische Spinnerei?

Wir sollten mal länger ins Ausland gehen“ … „eine Weltreise machen, das wäre toll„.
Wer hat das nicht schon einmal gedacht? Wir auf alle Fälle schon oft. Nun aber mal ganz ehrlich – wie soll das gehen? Den Job hinschmeißen? Wir sind beide 45 und gewissermaßen in der beruflichen Blüte. Und gerade jetzt ausscheren und was völlig anderes machen? Wie sieht das denn aus? Wie will man das denn später einmal jemanden erklären?
Fragen über Fragen. Und natürlich blieb der Gedanke jahrelang eben auch das was es war – nur ein Gedanke, eine Spinnerei.

 

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Nun gut, und trotzdem hat mich der Gedanke nie so richtig losgelassen, auch wenn ich das Thema nicht aktiv verfolgt habe. Irgendwann kam dann aber eins zum anderen, ausgelöst durch eine berufliche Veränderung, die sich bei mir Ende 2013 abzeichnete. Ein Wechsel des Jobs irgendwann mittelfristig wurde wahrscheinlich und da war sie, die Chance, den Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Jetzt oder nie – das war klar. Und dann sprang er an, der Motor der Weltreise. Alleine das Lesen von Berichten und Büchern von anderen Menschen, die tatsächlich eine Weltreise gemacht haben, ließ den Gedanken immer konkreter werden. Und siehe da – ich war selbst sehr verdutzt – es ist machbar! Man kann eine Weltreise tatsächlich angehen und die größte Angst, dass man danach als beruflicher Laumann abgestempelt sein wird, verflog, je mehr ich mich damit befasst. All die Argumente, die bisher gegen ein vorübergehendes „Aussteigen“ (ich mag dieses Wort nicht) sprachen, entpuppten sich letztlich als Argumente, die sogar dafür sprachen. Gerade die Frage, wie man danach wieder in einen Job reinkommen möchte, ist der Dreh- und Angelpunkt: Was glaubt Ihr sagt ein zukünftiger Arbeitgeber zu einem Bewerber, der den Mut hatte, alles, den Job, Freunde und alle Sicherheiten hinter sich zu lassen und sich in die Ungewissheit einer Weltreise zu stürzen? Könnte es eine bessere Qualifikation für einen Bewerber geben? Wäre es eine bessere Qualifikation, stattdessen zwei Jahre mehr im Lebenslauf vermerken zu können zu Tätigkeiten, die man schon die letzten 10 oder 15 Jahre zuvor erledigt hatte?

Am Ende war die Erkenntnis also recht einfach: wenn man eine Weltreise machen möchte, dann man muss vor allem einen Arsch in der Hose haben und es eben tun (nicht nur drüber sinnieren). Eigentlich gibt es gar keine Hinderungsgründe – wenn man wirklich will. Ich meine, auch das liebe Geld hindert nicht. Aber viel Zeit in die Vorbereitung muss man investieren – das ist ein wirklich hartes Stück Arbeit. Alles sollte in groben Zügen vorgedacht werden. Und damit meine ich weniger die Reiseroute oder die Unterkünfte. Es sind all die Dinge, die man zuhause regeln muss: Versicherungen, Vermögen, Job, Agentur für Arbeit, Haustiere, Vermietung des Hauses, Inventar, Einlagerung von Dingen, die Frage des Wohnsitzes, Ablage der wichtigen Unterlagen, ein Testament, eine Patientenverfügung und weitere tausend Dinge. Die Vorbereitungen haben mich circa ein halbes Jahr intensiv gefordert und das war nicht immer die feinste Zeit. Sehr anstrengend, da das ja vor allem abends und am Wochenende geschehen musste.

Ganz klar ist für mich: Wenn man es will, dann geht es, auch wenn man einen Job hat, ein Haus, Haustiere und ähnliche „Verbindlichkeiten“ (schulpflichtige Kinder sind fairerweise wohl eine – die einzige wirkliche – Ausnahme). Ich kann nur jedem, der den wirklichen Traum einer Weltreise hat, ermutigen. Es ist realisierbar, man muss sich „nur“ dazu entscheiden und loslegen!

 

Über Carsten Nolte

Hallo! Meine Frau Heike und ich gehen im Mai 2014 für ca. 2 Jahre auf Weltreise. Wir starten in Asien (Thailand) und werden dananch wahrscheinlich Zentral-Afrika und Süd-Amerika bereisen. Und das möchten wir in diesem Blog festhalten. Wir sind selbst sehr gespannt, wie das wird :-)
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